Minigolf als Sport

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Quelle: http://www.minigolfsport.de/pdf/Download/Regelwerk/s12_normungsbestimmungenminiaturgolf_2018-01.pdf

 

MINIGOLF?                                                                                                              (letzte Aktualisierung: Januar 2018)

 

Ob im Urlaub, am Wochenende oder nach Feierabend, irgendwann hat wohl fast jeder schon einmal Minigolf gespielt. Mal auf kleinen Bahnen aus Eternit oder auf größeren aus Beton oder auch auf Kunstrasen mit runden Banden und sowieso einer Vielzahl verschiedener Hindernisse…
Dem Hobbyspieler ist dabei vermutlich nicht bewusst, dass es sich bei vielen Anlagen, oft um genau normierte Bahnen handelt und dass der Oberbegriff „Minigolf“ mehrere Systeme umfasst, die sich durch Größe, Beschaffenheit der Bahn und dem Hindernistyp unterscheiden:

 

- Minigolf (Beton: 12m) – auf jeder Wettkampfanlage 18 identische Bahnen.
- Miniaturgolf (Eternit: 6,25m) – 18 Bahnen aus einer Auswahl von rund 30)
- Cobigolf (Beton: 12,50m oder Eternit: 6,50m) – zusätzlich muss der Ball durch kleine Tore gespielt werden (weniger verbreitet).
- Sterngolf (Beton: 8,00 m) – statt eines Endkreises findet man bei der letzten Bahn einen Stern (weniger verbreitet).
- Filzgolf (Beton mit Filzbelag und Holzbanden: 6,50m bis 18m).

 

 

Zusätzlich findet man häufig Anlagen mit nicht genormten Phantasiebahnen - besonders in Gegenden die vom Tourismus geprägt werden, wie z.B. an der belgische Küste.

 

SPORT?

 

Der Minigolfsport ist nicht nur eine Freizeitbeschäftigung, wie ihn die meisten Menschen kennen. Für Vereinsspieler, die am Meisterschaftsbetrieb teilnehmen, spielt ohne Frage auch die körperliche Verfassung eine gewisse Rolle, ähnlich wie bei anderen Sportarten, wo die Konzentration im Vordergrund steht. Wenn man weiß, dass internationale Spitzenspieler teilweise 30 Sekunden vor einem Schlag in derselben Position verharren, dann ist der Effekt wohl vergleichbar mit einer ausführlichen Yogasitzung. Und da       soll es ja auch nicht selten vorkommen, dass man am nächsten Tag mit Muskelkater erwacht... Trotzdem bleibt Minigolf natürlich für jedermann zugänglich und ist eine gute körperliche Verfassung zwar von Vorteil, aber nicht unbedingt ausschlaggebend.

 

VERBÄNDE UND VEREINE

 

Oberster Dachverband ist der Weltverband WMF mit 69 Mitgliedsländern. Der europäische Verband EMF umfasst 35 Mitglieder.

 

In Belgien gibt es nur noch rund 10 Vereine mit knapp 200 Spielern von denen nur noch vier dem Verband (UBMG) angeschlossen ist. In 2017 wurde erstmals der MGC Rozemaai aus Ekeren belgischer Meister und löste damit den Serienmeister der Vorjahre, den RMGC Esneux, ab. Erfolgreichster belgischer Verein ist der MGC Eupen, der bisher 10 Meistertitel erringen konnte, aber aktuell – ähnlich wie die anderen Vereine in Belgien – akute Nachwuchsprobleme hat… Neben dem Ziel Geldern für humanitäre Projekte zu sammeln, ist es diese Problematik, die zur Gründung des MGC Kettenis geführt hat: Minigolf als Sport in Ostbelgien ein neues Schaufenster zu geben, näher der Öffentlichkeit vorzustellen  und möglichst das eine oder andere Talent in den Meisterschaft– und Turnierbetrieb zu integrieren. 

 

Die stärksten Nationen international sind vor allem Deutschland und Schweden sowie Tschechien, Österreich, die Schweiz oder auch Italien.

 

Beeindruckend sind vor allem die Zahlen des Deutschen Verbandes. Im DMV sind ca. 250 Vereine in 13 Landesverbänden, mit rund 5.000 Mitgliedern organisiert und Ligabetrieb von der 1.  Bundesliga bis teilweise zur 9ten Bezirksliga! Alleine in Nordrheinwestfalen sind knapp 100 Vereine und über 1.000 Mitglieder gemeldet. Hier spielen auch die besten belgischen Spieler. So treten seit ein paar Jahren die besten belgischen Ranglistenspielern für die Zweitvertretung des deutschen Meisters, dem BGS Hardenberg Pötter, an.

 

MANNSCHAFTS- UND EINZELMEISTERSCHAFTEN

 

In Belgien und natürlich auch international werden Mannschafts- Einzelmeisterschaften organisiert. Dabei werden die Einzelwettbewerbe meist in folgenden Kategorien ausgetragen (jeweils W/M): Schüler (bis 15 Jahre), Jugend (bis 19), Allgemeine Klasse, Senioren 1 (ab 45) und Senioren 2 (ab 58).

 

Die belgische Mannschaftsmeisterschaft wird in 2018 an 4 Spieltagen im Frühjahr und September ausgespielt sowie einem zusätzlichen Spieltag, um den Einzelmeister zu ermitteln.

 

International wird alle 2 Jahre eine EM und eine WM organisiert und dies bei den Damen/Herren, den Senioren und für die Jugend. Belgien nimmt in der Regel nur noch bei den  Seniorenmeisterschaften mit einer Mannschaft teil. In der Vergangenheit waren aber auch schon Teams bei den Damen und Herren sowie bei der Jugend am Start.

 

Auf Vereinsebene wird auch jedes Jahr im Herbst der Europapokalsieger der Landesmeister ermittelt.

 

Die höchstplatziertesten belgischen Spieler in der Weltrangliste sind Erwin Ottaviani aus Alleur bei den Herren auf Platz 124 (von rund 400 international gewerteten Spielern) sowie Erwin Hansen aus Kettenis vom MGC Eupen auf Platz 47 bei den Senioren. Die einzige belgische Top-Spielerin ist Greta Janssens vom MGC Rozemaai aus Ekeren, die derzeit auf Platz 12 bei den Seniorinnen liegt. 

 

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